Themenzentrierte Ressourcengruppe

Die themenzentrierte Ressourcengruppe bietet einen geschützten und strukturierten Rahmen, in dem Patient:innen aktuelle Themen, Herausforderungen und Belastungen aus ihrem Alltag einbringen können. Die Bearbeitung erfolgt bewusst mit einem Fokus auf vorhandene Fähigkeiten, Bewältigungsstrategien und Entwicklungsmöglichkeiten.

Typische Themen sind z. B. der Umgang mit Stress und emotionaler Belastung, zwischenmenschliche Konflikte, Selbstwertthemen, Schwierigkeiten im Berufs- oder Privatleben sowie der Umgang mit Krankheitssymptomen, mit Medikamenten und Nebenwirkungen im Alltag.

Die Gruppe wird von der Therapeutin geleitet, die eine strukturierende, unterstützende und aktiv moderierende Rolle einnimmt. Sie sorgt für einen sicheren Rahmen, achtet auf eine klare Gesprächsführung und fördert eine wertschätzende, ressourcenorientierte Haltung innerhalb der Gruppe. Ergänzend werden gezielt Inhalte aus der Positiven Psychologie integriert. Zur Förderung der Ressourcenaktivierung und positiven Perspektiventwicklung kommen u. a. folgende Methoden zum Einsatz:

  • Ressourcenfokussierte Reflexionen (z. B. „Was hat heute gut funktioniert?“)
  • Stärkenarbeit (Identifikation und Rückmeldung persönlicher Stärken durch Selbst- und Fremdwahrnehmung)
  • Übungen aus der Positiven Psychologie (z. B. Dankbarkeitsübungen, „drei gute Dinge“, Genuss- und Achtsamkeitsübungen)
  • Lösungsorientierte Fragen (z. B. Skalierungsfragen, Zukunfts- oder Wunderfragen)
  • Förderung von Perspektivwechseln (Reframing belastender Situationen)
  • Sammlung und Austausch konkreter Bewältigungsstrategien aus dem Alltag

Der gruppenbasierte Austausch ermöglicht es den Patient:innen, sich gegenseitig zu unterstützen, neue Sichtweisen zu entwickeln und eigene Fortschritte bewusster wahrzunehmen. Durch die gezielte Fokussierung auf Ressourcen und gelingende Aspekte wird die Selbstwirksamkeit gestärkt und ein hilfreicher Umgang mit Belastungen im Alltag gefördert.